HARVARD UNIVERSITY.

LIBRARY

OF THE

MUSEUM OF COMPARATIVE ZOOLOGY 12 21

LIBRARY OF

SAMUEL GARMAN

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JUNS 1999

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der Silehe erfier Theil

Lirgsbirg [im der Niarfin ——

| 1799.

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Porerinnerung.

Jumer mehr naͤhert ſich der Verfaſſer dem Ziele, das zu erreichen er oft in der Stille, mehr ſehnlich wuͤnſchte, als zuverſichtlich hoffte. Das Geraͤnſch ner Waffen, der erſchwerte Transport, Die zuweilen ſo forgenwollen Ausfichten in die Zukunft und die Beräuderlichkeit des Publicums, die oft weit vorzuͤg⸗ Yicheren Werken, als diefe Unterhaltungen nicht find, | einen Stillftand gebiethet, konnten dem Verfaffer für Die. Fortdauer feiner Unterbaltungen eben nicht die glüdlichfte Zukunft weißagen. Uber, Dank fey der Beharrlichkeit feiner Lefer, die ihn unzertreunlich bez gleiteten, und aud) dann, wenn er fie Dusch etwas trocknere, weniger unterhaltende Gegenden führen mußte, nicht verließen. Wirklich ift das bey dem Sifchen der Fall, von denen der Verfaffer hiemit den erften, oder des ganzen Werks neunten Band, dem Publicum übergibt. So viel Merkwuͤrdiges diefe Gefchöpfe auch au ſich haben, fo hören wir Doch von ihnen felten ſo rührende, überrafchende Beweiſe von Inſtinct, als bey andern Thierclaſſen. Und eben daher mußte der Verfaſſer ſich bey einigen beſonders wichtigen Fiſchen uͤber ihren Fang und ihre Bereitung

siſche J. Th. a etwas

11 Vorerinnerung.

etwas ausführlicher verbreiten, um dadurch ihre Ge- fehichte unterhaltender zu machen. Er ift überzeugt, daß damit Feiner feiner Leſer unzufrieden feyn werde,

Daf eine um die Naturgefchichte hHochverdiente Geſellſchaft, das Gemeinnigige dieſes Werkes df- fentlich anerkannt und ſeinem Verfaſſer die Ehre er— zeigt hat, ihn in ihren ehrenvollen Kreis aufzuneh— men, gehörte mit zu den vielen Freuden, die ihm diefe Befchäftigung fchon gewährt hat, und die ihn Feine feiner diefem Werke aufgeopferten Ruhefiunden je bereuen laſſen werden. Zu dieſen Freuden rechnet er auch den Anfang der franzoͤſiſchen Ueberſetzung, bey Herrn Haag in Baſel, die von Seiten der Schoͤn⸗ heit, ſowohl als der Richtigkeit, nichts zu wuͤnſchen

uͤbrig laͤßt.

Moͤchte ſich doch dieſes Werk des Wohlwollens, das es bisher genoß, noch vollends, bis zu feinem Ende, zu erfreuen haben!

Augsburg,

im September 1799 G. T. Wilhelm, Diaconus bey St. Jacob in Augsburg,

der Geſellſchaft naturforſchender Freunde in Berlin Mitglied.

Nach⸗

Nachtrag

zu dem im Minften Bande enthaltenen

Subferibentenverzeichniffe,

Borerinnerung,

Die unterzeichnete Handlung muß die verehrten Subſcribenten um Vergebung bitten, wenn manche ihre Nahmen kaum zu erkennen im Stande ſind. Denn auch mit der groͤßten Sorgfalt, war es ihr doch zuweilen faſt ganz unmoͤglich, Die zum Theil unleg- baren Handſchriften zu derhiffriren, Sie wiirde auf einige Nahmen aufmerffom machen, bey Denen: ihr eine Art von Ahndung fagte, Daß fie höchft wahr: ſcheinlich unrichtig feyn müßen, Allein durch eine ſolche Auszeihnung würde fie den Sammlern, die fie einfchidten, etwas Unangenehmes erweifen, was ein ſchlechter Lohn für ihre ie ger Dez mühungen wäre,

Martin Engelbrechtſche Kunſthandlung.

a2 | Ihro

IV Subſcribenten⸗ Verzeichniß.

Ihro Koͤn. Majeſtaͤt Frau Marie Caroline, regierende Koͤniginn von Neapel.

Se. Durchl. Herr Clemens Wenzeslaus, Kurfuͤrſt v. Trier, Biſchofv. Augsburg ꝛc.

Se. Durchl. Herr Pius, Prinz von Birken⸗ feld, Herzog in Bayern ꝛc. in Landshut.

Ihro Durchl. die Prinzeſſinn Johanne von Oettingen-Spielberg, Coadjut. des Fuͤrſtl. Den zu Sedingen ıc.

Se. Hocw. und Gnaden Herr Aloys, des Heil. Roͤm. Reiche

Praͤtat su Urfperg. {

De. Aſchebrenner, in München. Kfm. Augſtell, in Frankfurt am Mayn.

3

|

. Banquier Bacciochi, in Augsburg. Maler Baer, in Frankfurt am M. von Bairer, in Münden. Kaufın. Barel, in Moſca. Legationsferier. Daft, in Raſtatt. Doct. Bauchaner, in München. Cantor Baterlin, von Kirchberg. Zeihenmeift. Baumeiſter, in Augsburg. Weingaßgeb. Beck, in Münden. J. F. Beer, in Franff. am M. von Berbispor', in Kiofter Roßleben. Notar. Berens, in Frankf. am M. Regiſtr. Bergmann, in Thurnau. Bergmann, in Frankf. am M. Regiſtr. Bez, in Kempten. i j # Geh, Ho und Confiftorialrach Bieringer, in Dettingen. Pe. Bilfinger, in Floͤtzlingen. Kfm. Biller, ın Fraukf. am M. Huͤttenſchteib. Bleibel, in Heidenheim. G. P. Blenk, in Kempten. von Bogner, in Kempten. Doct. Brad, in Kranff. am M.— ch. Brack, in Kempten, Ge). Rath von Braun, in Dettingen. Waiſenhaus⸗Proviſor Braun, in Ludwigsburg. | \ 2 Madame

ET EErFIRIE EDEIFI EIS

Subſcribenten⸗Verzeichniß. v

Madame Breviller, in Wien.

Hr.

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KIA 1

El.

Apoth. Bronner, in Frankf. am M. Apoth. Such, in Franff. am M. Stadtſchreib. Bürger, in Murrhardt. Pr. Burg, in Weilfingen. Steuerferret. Burger, in Langenburg. Kfm. Bvier, in Frankf. am M.

€.

Pflegfchreiber Capoll, in Alm.

Cellerius, in Ulm.

Kfm. Christ, in Frankf. am M.

Greiscorp. Chriftian, in Augsburg.

Diacon Chriſtoff, in Augsburg. ; Dberpft. Clausnitzer, in Pretzſch, ben Wittemberg. Legationsprediger Cojen, in Regensburg. Sprachmeiſt. Tolomb, in Frankf. am M.

Kfm. Cottiſchon, in Frankf. am M.

Kfm. Cronenbold, in Augsburg.

D.

Apoth. Dankert, in Frankf. am M. Hoſpitalhofmeiſter Dapp, in Ulm.

Hoftath Deines, in Hanau.

Doctor Deiſch, in Augsburg.

zimmermeiter Deichler, in Augsburg.

Deſſauer, in Frankf. am M. Hofmeiſter Dietrich, bey Hr. Obervogt von Beſſerer, in Yeibheim.

Friedtich Dietrich, in Straßburg.

Pfr. Docke, in Frankf. am M.

Ign. Doͤrfner, in Hauſen an der Roth.

Doͤrr, in Frankf. am M.

Stadtſchreib. Dorfner, in Mindelheim.

Kfm. Dorville, in Frankf.am Mi >

van Douwe, in der Churpfalibayr. Militaͤr-⸗Academ. in Münden.

Kfm. Dübery, in Franff. am M.

Kfm. Düfay, in Franff, am M.

Bar. Düffey, in Franff. am M.

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Dfarrer Eberle, in Duͤrremimmern.

Eckersberger, in Frankf. am M. = ri 3 r Hr.

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Subſeribenten⸗Verzeichniß.

Hofmedicus Eggel, in Münden,

Door Ehrmann, in Zranif; am Di

Lichler, in Bottendorf:

Kim, Elf, in Wien,

Hoffammmer:R. Elerftörfer, in Muͤnchen. Großhändler Eitz, in Wien -

Mfarter Engel, in Eißleben;

Sand. Engelhardt, in Frankf. am M

Schreib: und Schulmſtr. Ewald, in Seht am DE

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Pft. Fenner, in Geißmar bed Frankenberg,

Handelsm. Seyerabend, der juͤngere, in Zend: Kitchen, DER. R. Ritter und Edler ju Flambach, an Michaelfeld.

Buchalt Drd: Fiſcher, in München.

D. 9:9. Foͤhr, in Kempten.

Ay: ‚er, in Klonen: Koßleben.

% vfter, erſter Lehrer an der Hroteſtant. Schule in Wien

eviſ. Rath Sectet. Fraͤnkel, in Muͤnchen. Doet. Freſenius, in Frankf. am I. Mag: Freſentus, in Frankf. am Mi Frey, ın Rrauff. ani IR. Pfatrer Freydig, in St: Gallen. Fries, in Frankf. am M. Salom, Frieß, in Züri Kfm. Seife, in Fraukf. am Mu Doctor Froͤlich, in Sonthöfen

to Excell. Fran Reichsgraͤfin Sie zu Kirchberg und

Weißenhorn.

:

8. von Gaza, in Tapfheim.

P. Gebhard, in Kempten.

Kfm. Seiſemer, in Frankf, am M.

Kfm. Sepp, in Hallein.

Kfm. Gerning, in Frankf. am M.

Stadtſchreib. Ges, in Ehingen.

Hberamin. u, Nremierraih non Simmi ha Rogoenburo.

. von Glaubtiech, in Frankf. am Mi; \ Slöcdner, in Frankf. am M.

Kfm. Görine, in Frankf. am M. Stud. P. Goͤttner, in München, % Kfm. Gogel, in Franff. am DR, Pr

Subſcribenten⸗Verzeichniß. vun

Hr. Sollhard, in Frankf. am M.

Banquier Gondart, in Frankf. am M.

Graff, in Frankf. am M.

Sand. Graff, in Frankf am M.

Kfm. Sreifendere, in Frankf. am M.

Nebom. von Grinberg, in Münden. Dberiands Regier. "Secret, Groiß, in München. Franz. Grundmair, Benef. cur. adD.P. in München. R. Freyherr von Guͤnderode, Heſſen-Caſſelſcher Ge; ſandter am Reichstag zu Regensburg.

Kfm. Güreler, in Nördlingen.

nt. Guggenberger, in Münden. _ Reichs-Freyfrau von Gumpenberg, in München.

5. Hr. Commiſſ. Kath Zaͤnel, in Pegau. Amtsoerwalt. Zahn, in Memleben. Mag. Zaimerl, in Münden. J. & Zallert, in Augsburg. Kim Ganfelmann. Banquier Harnier, in Frankf. am M. IJ. Sanfer, in Kempten. Zausknecht, in St. Gallen, 5 Ep. Juform. eine, in Frankf. am M. Kfm. Zeinrich, in Frankf. am M. Kin. Zeinrici, in Frankf. am M. Vepom. Zellenberg, in Muͤnchen. Pfarrer Seller, in Magerbein. Candid. Zellwag, in Franff. am M. Pfarrer Zennike, in Klofter - Roßleben. Zgenning, in Franff. am M. Kfm. Ferle, in Frankf am M. Pfr. Zerrwig, in Kurmuͤnden, bey Frankenberg. M. Ft. Zerz, in Eſchenau. Rath Holder, in Gaildorf. | Chirurg. Zofmann, in Frankf. am M. Sen. Zoll, in Um. 2 von Zolly, in Donndorf, tr. Kfm. Holzmann, in Frankf. am M. : £. Bolzſchuh, in Oberrohr. chullehr. Zonold, in Heidenheim. Zundegger, in Mindelheim. Kfm. Hunter, in Frankf. am M. _ G. M. Hurter, zur Himmelsleiter, in Schaffhaufen.

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PISTEN EPRREKRFFERTN

Ill

vııe Sbubſerlibenten⸗Verzeichniß.

—9 Hr. Subſtit. Jäger, in Schorndorff. 2. Hofrtath San, Hochfuͤrſtl. Dertings Wallerfein. Leih⸗ medieus, m Wallerflein. G. W. von Jeniſch, in Kempten. Diacon John, in Wiebe.

As

Rampf, in Frankf. am M. Kahle, in Frankf. am M. J. F. Berg, in Kempten O. P. Barrer, in Aemotetts Pfr. Raustier, in Dberrorh. Bicar, Kausler, in Dberroth, Amtspfieger Keller, in Murrhardt. Candıd. Kellner, in Frankf. am I, _ Kornſchreib. Kisner, in Ftankt. am M. Hoftammer:Kath Bleber, in Münden. Hofrath Klinger, in Würzburg. Kfm. Aloz, in Frankf. am M. Caplan Koch, in Langenburg. Kfm. Rod), in Frankf. am DR; Rögel, in Klofier: Koßleben. BG. M. von König, in Kempten. Dfleger Rornmüller, in München, Mag. Kraft, in Danndorf, 7 Ep. Kreuter, in Kranff, am P. Poſtverwalt. Krick, in Sulibach. Kuͤmmerer, in Ludwigsburg. Praͤc. Kuhbach, in Langenbürg. Fabrik. Kutter, in Ravensburg. ; halızi Bi Hr. Kreis Marc Sonimifl. und Proviantamts⸗Gegenſcht. Lachler, in Augsburg. | . Landhauptinann Aid, in Ulm, Madem. Lang, in Frauff, am M. Hr. F. C. 8. Langsödorf, im Joͤſtein. Studioſ. Laquai, in Um. Pfarrer Lauer, in Frankf. am M. Pfarrer Lechner, in München,

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Il

.

Doctor Lechner, in Muͤnchen.

Leede, in Kloſter⸗Roßzleben.

Lemminger, in Salzburg: Siem

am

Subſeribenten⸗Verzeichniß. 1x

Fre yftan von Lerchenfeld, geb. Reichsgraͤfin von Has⸗

Hr.

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ung, in München,

Stadtpfarrer Letſch, in Gaildorf.

Dich. Zindinger, Benef. cur. in Marin Thallhamm. Amts ſchoͤſſer 2öw, in Wiehe.

Apoth. Lowel, in Augsburg.

Pfarrer Lohrmann, in Boͤhringen im Ulmiſchen. Buchhändler Lotter, in Augsburg.

Pat, Cudolph, ın Roggmburg,

Hofrath und Cabinetsſecret. Ludwig, in Wallerſtein. Prediger in

IT, Spitalmeifter lättes. in Frankf. am M. J. A. Mauer, in Hildburghauſen. SGegenſchreiber May in Frankf. am M. Eapian Mayer/ in Muͤnchen. Pfarrer Mayer, in Schaitfetten im Ulmiſchen. Rent cammerrath Mayer, in Stuttgart. Kim. Ben. Maͤyer, in Livorno. fm. Meermann, in Frankf. am M. Pfr. Meter, in Donndorf, Hofkriegsr. Kev. Merniger, in München, Apoth. Merz, in Mergentheim. tlieg, in Franff, am M. Banquier iNezler, in Frankf. din M. Din, Michsel, in Pretzſch, bey Biiremberg, Kunfihändler YRilberger, ın Agram. 3 €. Oberlieut. Miller, in Münden, 135, Aboth. Mittermayer, in München Nepom. Muͤller, in Neudttingen. Brentano Muͤller, in Münden, Präcept. Muͤndler, in Kempten, Dav. Miündler, in Memmingen.

Senat. Wu, in Franff. am M.

| nn.

Stud. J. S. Narciß, in Um. Joſ. Vechel, in Hallein. Adlerw. Neher, in Wallerſtein.

von Neubronner, in Kempten, Hofkammer⸗Regiſtt. Heumann, in wenchen

O. J Oberamtmann Öberft, in Thannhaufen.

Banquier Johannes von Obwexer, in Augsbutq 5

?.

!

x Subferibenten: Verzeichniß.

Hr. Saplan Defterreicher, in Ebermannſtadt. Orlop, in Klofters Roßleben,

P. Hr. Kim. Paſavent, Dorville, in Ftankf. am M. Paſ«avent, Phil. in Frankf. am DM. Paſſavent, in Frankf. am M. Pafavent, im Salh. in Frankf. am MI: Hofe. von Peifer zu Peiffenau, Fuͤrſtl. Brixuer. geb: Cabin, Serret. und Obriftjagermeifkeramtd s Vertreter in Brixen. —— Ulfr. Peckert, in Aich, in Bayern. Pfaff, in Augsburg. Modile. Pfeifer, in Kunsdurg. Hr. Kentmeiier Pflaum, in Thurnau. RE Hofrath nnd Dverjägermeifter Freyherr von Pollnig, in Würzburg Km. Andr. Previller, in Franff. am M. Carl Previller, in Frankf. am M.

O. Hr. M. Guitſch, in Kempten.

R.

r. Pfleger Rabell, in Münden,

Joſ. Raphel, in Walerftein.

Buchhaͤndler Raſpe, in Frankf. am M. 13 Er.

Cent. Rau, in Dinkelsbühl, /

Schullehrer Vehbock, in Frankf. am M.

Kriegskaſſter Reichard, in Ulm,

Kfm. Reichard, in Frankf. am M.

Reidemeiſter, in Koßleben.

Kfm. Reif, in Frankf. am M.

Reifer, Sohn, in Collmar. ; 2

Rath nnd Pfleger von Reutenbaner, in Stoffenried.

Amtmann Richter, im Schloß Helidrungen.

Madame Rigmer, ın Franff. am M.

Hr. Dberzöllner Killer, in Franff, am M.

Kfm. Rillerbanfen, in Franff, am M.

Senator Nitrer, in Augsburg.

% B. Rittershauſen, in Hana.

Pfleger Rohrmuͤller.

Ronnefelde, in Franff. am M. —*

Subſtit. Ruef, in Heidenheim. 9 r.

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SEBEANEREE

RUERSE

Subſcribenten⸗Verʒeichniß.

Fe. Pfr. Ruez, in Fraukf. am M. Bauamtsſchteiber Aubland, in Ulm. Voſtmeiſtet Ruppel, in Frankf. am M.

S.

Hr. Apoth. Salzwedel, des Loͤbl. Colleg. der HH. Mit⸗ glied, in Frankfurt am M. Pr. Samm, in Franff, am M. Hauptm. von Sandt, in Frankf. am M. Rector Satzger, in Kempten. Kfm. Sauer, in Münden. Eid. Cotb. Schaͤrmeir, in München, J. C. Schalch, zum gold. Löten, in Schaffhauſen. ‚€. dr. Schauer, im Bochkirchen. Faftenpredig. Schauer, in München. St. Hochw. und Gnad. Freyh. v. Schaumberg, in Bamberg. Hr. Scheff, in Frankf. am. M. Conduct. Scheidhauer, in Bottendorf. Diacon. Scheiffelhut, in Noͤrdlingen. Cand. Mag. Schenk, in Wittenberg. Senat. Scherbeus, in Frankf. am M. Kfm. Schifflin, in Frankf. am M. Schiffmuͤhl, in Kran, om M. Bas und Wuͤhlen⸗Inſpector Schirlitz, in Roßleben. Hauptm und Duatriernteift. Schmeroib, in Muͤnchen. J. F. Schmelz ‚in Kempten | —Diacon, Schmidt, in Aitheim. J. Schmidt, tünger, in Kempten. Pfarrvie. Schmid, in Ulm, Kefer. Zav. Schmidt, in —— Material. Schmidt, in Frankf. am M Amtskeller Schmitt, in Grünsfeid, im Wir Se Dberlanddreg. Seren. Schmöber, in Münden, Senat. Schneidewind, in Fraukf. am M. Thadd Schäpf, in Tuͤrnitz in Oeſtr. Achöpf, in St. Pölten. adem. Gar. Minna Scyövs, in Friedau. r. Kloſteramtsſchreib. Scholl, in Koͤnigsbrunn. Forſtmeiſt. Schopp, in Uzmemmingen. Prof, Franz de Paula Schrank, in Ingolſtadt. Doct. Schrefel in Muͤnchen. Kim. Simon Schropp, in Rd 2 Er, Hofrats Schubert, in Wuͤrbur Armen⸗ Waiſen⸗ u. Arbeitsmeiſt. Shui in Frankf a. M.

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1.11

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III]

x. &ubferibentens Berzeichniß,

.Kfm. Schulz, in Frankf. am M.

Weinhaͤndl. Schulz, in Zranff. am M.

Sraf von Seinsheim, in Münden. , _,

Hofkammerrath Zahlmeifter Seidner, in Bürjburg. Serxnau, in Kloͤſter⸗Roßleben.

Paſtor Silber, wohlſel. And. in Kloſter⸗Roßleben.

afm. Sinn, in Frankf. am IR. |

Dort. Speidel, in Gaildorf. y

Pat. Em. Spilhofer, Bibliotheks und Archivar zu

Niederalteich.

von Stahl, Apotheker in Augsburg. y Caplan Stapf, in Weißmann, im Bambergifchen: ‚Kfm. Steinheil, in Zranff. am M.

Senat. Streits, in Aranff. am M.

Kfm. Stern, in Frankf. am M.

Senat. Stock, in Tranff. am M.

Net. Strack, in Klofter » Roßleben.

Geheim. und Dberlandsreg. Rath von Stubenrauch,

in München. 2

Predig. und Prof. Stuͤber, in im.

Major von Stutterheim, in Aetern.

bar 2

EFIBERBEFDERFERI TS

I

T. . Stadtpfe. Tafel, in Mockmühl. Tanzer, Binz. in Zangenberg, in Böhmen. KAunfthändter San. Tefari, in Augeburg. .Hochw. P.v. Thoma, Thealiner⸗Probſt in München. . . Doci. und Prof: Chomen, in Würjburg. 6 Er. Oberſtallmeiſt. von Thuͤmmel, in Franif. am M- Kammerſecket. Tremel, iu Langenburg. | Doct. Triefehler, Stadtphpficas in Viberad- VPft. Troͤglin, in Leibheim. Troſt, in Frankf. am M. N

*

14411188118

. Prof. M. G. Veeſenmeyer, in Ulm. Allmofenfchreib. Veiel, in Um. 2Ex. Regier. Rth. von Vicari, in Tettnang. Doct. Vilfort, in Ulm. Gerichtsſchreib. Volz, in Kempten. Martin Voͤckl, in Grab. ,, Kaftenamtsgeaenjchreib. Voͤlkel. Avoth. Vogel, in Winden. Vogel, im Klofter : Roßleben, AN Stadtbuchdene. Vonfelder, in Schwabiſchbau⸗

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*

“2 A

Subſcribenten⸗Verzeichniß. um

W.

. Kfm. Wack, in Frankf, am M. Dekon. Wahren, in Roßleben. 2öbl. Weifenpflege, in Kempten. Amtmann Waizenegger, Breisgau Ritterfaftl. und adel. Rıchteramits: Secret. in Freyburg. Apothek. Walch, in Anncen. Dherammm. und Mofratb Waſer, in Aufkirch. Regier. Rath Weber, in Mergenthal. Kim. Weber, in Zrauff. am R. Weberiiche Buchhandiung ın Landshut. SoffanmerMratot. weichſelbanmer, in Muͤnchen. Lehrer Weichſelbaumer, in Minden. 3 €. P. Weiller, Moder. in Rogsenburg. dar ID Weiß, in Culmbach.

1142

acob Weiß, Hausinhaber, in Wien.

fr. und Prof. Weller, in Ulm. Pfr. Weng, in Neher: Meiningen. Hofpitatierret. Weng, in Nördlingen, Kfm. Weng, in Biberach. Em. be Wenger, Benef. cur. aD. Petr. in Münden. Prof. Werner, in München. J. 8. Wickh, in Schaffhanfen. B. Wiedenienit, in Kempten. M. Wiedemann, in Kempten. von Winkler, 8.8. Hofrarh, in Wien. Mas. Winkler, in Mitnchen. Juvel. Wirfhing, in Kranff. am M. Madame Mirfing, im Franff. am M. Hr. Kfm. Wiſack, in Biberad. Aut. Wißboͤck, Cooper. ad D. Pet. in Münden. Erlen. von wigleben, in Woltmerfätt. Hr. Pred. Woͤhrnitz, in Kempten. Pfr. Wolf, in Baͤchlingen. \ Würfer, in Frankf. am M.

3. Hr. Zeizmann, in Frankf. am M. Kim. Ziegler, in Frankf. am M. Br. Zimmler ‚in &immersdorf. Kfm. Zink, in Franff. am M. S. Zorn, in Kempten.

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BITTEN RZ EZ RZ ET

Ginleitung, Bon den Fifchen überhaupt.

Nicht nur das Land, zu deſſen Bewohnern bey Weitem der groͤßte Theil der bisher bearbeiteten Thierclaſſen gehoͤrt, iſt ein Schauplatz der Weis⸗ heit und Guͤte des Urhebers der Natur; auch die Meere und die Seen und die Fluͤſſe ſind es unwider⸗ ſprechlich, und Das Thierreich im Waſſer iſt der Uns terfuchung nicht minder würdig, als Das Thierreich auf dem Lande, Auch jenes furchtbare Element, das den Landthieren den Tod bringt, enthält im feinem unermeßlichen Schooße zahllofe Geſchoͤpfe. Ruhig und ſorgenfrey ſchwimmen ſie einher, wenn die ſich aufthuͤrmenden Wellen mit donnerndem Ge⸗ töfe tobend an Die Kuͤſten ſchlagen, Schiffe zerſchmet⸗ tern, und ſchaͤumend an Kuͤſten zerfchelen, Und doc) konnte alle diefe Wuth eines unbezwinglichen lements den fühnen Menſchen nicht abhalten, in ihm Nahrung für feinen Gaumen und feine MWißbegierde zu ſuchen: auch diefe zahlreichen, wohlbewaffneten, pfeilfchnellen Gefchöpfe ordnete er in Gefchlechter, Gattungen, Familien, vereinigte oder trennte fie, wie er ed gut fand; auch hier forderte und erbielt

der Menſch reichen Tribut yon der Natur, fo daß une der

Einleitung. xv

der Nachdenkende nicht ohne gewiſſe Ehrfurcht vor dem Unternehmungsgeiſte des Menſchen ſich mit der Ichthyologie, oder der der Fiſche, beſchaͤftigen kann.

Deutlich genug hat die Natur die Graͤnzlinie gezogen, die die Fiſche von allen andern Thieren ab⸗ ſondert, und fuͤr ſie eine eigne Claſſe bezeichnet. Sie haben rothes kaltes Blut, in deſſen mehr oder weni⸗ ger lebbaften Roͤthe la Cepede, ein beruͤhmter noch le⸗ bender franzoͤſiſcher Ichthyolog, Gattungscharaktere fand, bewegen ſich vermittelſt wahrer Floſſen, und ath⸗ men nicht durch Lungen, ſondern durch Kiemen oder Riefern (branchiæe), die man um ihrer Halbzirkel⸗ form willen ziemlich unſchicklich Fiſchohren nennt, weil fie nicht zum Hören, fonvern zum Athembohlen beftimmt find: Zwar findet man Anorpelfifche, die etwas lungenähnliches haben; auch befigen die Froͤ— ſche, Salamander und andre Amphibien in ihrer aben- teuerlichen Jugendgeſtalt etwas, das man für Kiemen halten, und Dadurd) geneigt werden Fonnte, jene Knor⸗ pelfifche vun den Fiſchen zu trennen, diefe Amphibien aber in ihre Claſſe zu verweilen: allein die übrigen Eigenſchaften der einen, und das reifere Alter der anz dern, zeigen deutlich, wohin fie gehören, und wie die verfchiedne Thierclaſſen zwar fehr nabe an einander gränzen, ohne fic) deßwegen fo zu vermifchen, daß

| feine

xvi Einleitung.

keine Graͤnzſcheidung wäre, Mas bey andern Thies ren die Lungen leiften, das gefchteht bey den Fiſchen Durch die Kiefern oder Aiemen, denn dad Athem⸗ hohlen ift ihnen fo unentbehrlich , ala den Landthies ven. Sehr fibarffinnige, in Frankreich angeitellte Merfuche verbreiten darüber viel Licht. Man vers fchloß durch eine in einem Fiſchgefaͤße angebrachte Scheibe der atmofpbärifchen Luft den Zugang gaͤnz⸗ lich, und die Fiſche ſtarben. Unlaͤugbar gehoͤrt das Athemhohlen der Fiſche unter die größten Naturs wunder, und das barmonifche Zuſammenwirken von mehr als viertaufend Adern und einer Menge Ge: faͤßen, Druͤſen und Nerven zu diefem einzigen Ende zweck, verräth die Hand deffen, der auch im Fleins fien und verachtetiten Geſchoͤpfe Zeugen feiner Macht und Güte aufzuftellen wußte. Durch den Mund zieht der Fiſch das mit Luft gefchwängerte Waſſer in die Kiemen, durch deren Deffnung fie wieder herausgeht und das Mafler abfließt. Sie liegen gleich hinter dem Kopf auf beyden Seiten, ſind mit unzaͤhlichen ſehr zarten Blutgefaͤßen durchwebt und auf jeder Seite in vier Blaͤtter getheilt, die der Fahne einer Feder gleichen. Vier bogenfoͤrmige Graͤthen unterſtuͤtzen, und große, halbmondfoͤrmige Schup— pen, die Kiemendeckel, die an den Kiemenhaͤuten hängen, bedecken fie, Von der hoͤchſtwundervollen Zuſam⸗

Einfeitung. xvit

Zuſammenſetzung der Kiemen kann man ſich nur dann einen recht deutlichen Begriff machen, wenn man hoͤrt, daß der Zergliederer Duͤpverney in den Kiemen der Karpfen 4386 Stuͤckchen oder Beinchen gezaͤhlt bat. Die Anzahl der Zweige und Aeſte der Pulse und Schlagadern, und die große Menge von Neben: abtheilungen iteigt noch höher, fo daß man auf 20000 Theile der Karpfenkiemen rechnen Banıı, Aus dem Mangel wahrer Lungen könnte man zwar fohließen, daß bey den Fifchen an feine Stimme zu denfen fey; allein Luft haben ſie doch, und es ift unlängs bar, daß die Hundöfifche heißer bellen, Der Seehahn Frächze, der Knurrhahn knurre, der Karpfen und die Karaufche ſchmatze, die Schmerle ziſche, der Aal guide, der Machoran winfle, und alfo das Sprich⸗ wort: ſtumm wie ein Fiſch, eine ziemliche Einſchraͤn⸗ kung leide. Doch muͤßen wir auch hinzufuͤgen, daß nicht jeder Laut, der durch ein Reiben hervorges bracht wird, eigentlich eine Stimme heißen Fünne,

Der Kopf der Fiſche ift ein Innbegriff von Merkwürdigkeiten, Wollte man auch des Gehirns, der Kiemen, der Augen, der Zähne, der Zungen u. d. m. nicht gedenken, und nur bes den feſten Theilen, die die Knochen vorftellen, ſtehen bleiben; welche Mannigfaltigfeit entdeckt man nicht fchon int biefen, da. ein Rarpfenkopf allein hundert ganz vers Giſche 1. TH, b ſchiedne,

xviii Einleitung.

ſchiedne, in die Augen fallende Knochen hat, die klei⸗

nern umgerechnet. ben daher fand die Einbil⸗ dungskraft son jeber einen freyen Spielraum in dies | fen mannigfaltigen Formen. Sie fah im Karpfen ein Marienbild, im Hecht das Leiden Chrifti, im Sonnenfiſch ein Schmiedewerkzeug, im Schmerlens kopf eine ſchoͤne Jungfrau, und unter allen feften Tyeilen des Fiſchkopfs befchäfftigte die Gelehrten feiner mehr, als die Steinchen, die einige zu den Gehoͤrwerkzengen vechneten , andre aber als Stoff, aus denen ſich die Schuppen, wie aus den ſogenannten Krebsaugen, die harte Schale, erzeugten, anfahen, Aeußerſt mannigfaltig ift die Bildung der Fifche aberhauptgenommen, höchft verfchteden ihre Größe, Welch ein Adftand ift nicht zwifchen dein 50 Ellen breiten Kochen, den Vaillant auf feiner legten Reife fab, und dem Fiſchchen, deſſen teifes Ey 3000 mal kleiner als ein Puderſtaͤubchen ift! Welche Abſtu— fungen laffen ſich nicht zwiſchen diefen beyden Eis tremen gedenken! Darin fommen alle Fifche über: ein, daß der Kopf ohne einen eigentlichen Hals an den Rumpf gränzt. Der ganze Körper verräth, wie alles in der Natur, durch den zweckmaͤßigſten Bau für das Element, dem er angehört, den: weiſen Urbeber desſelben, und mit jenem geiftvollen Dich ter möchte man dem, der nicht an ihn zu glauben ſo ungluͤck⸗

Einleitung. xix

ungluͤcklich iſt, zurufen: Frage die Fiſche, die werden dir von ihm erzaͤhlen. Um das Waſſer leichter zu durchſchneiden, haben die meiſten Fiſche einen Feils formigen Kopf; und doch feyen wir am Wels, wie aud) das nicht bey jedem ſchlechterdings nothwen⸗ dig geweſen ſey. Einige haben einen flachen, hori⸗ zontal in die Breite gedruͤckten (Corpus plagio pla- teum ſ. depreſſum), andere, und zwar die meiſten, einen an den Seiten vertical zuſammengedruͤckten (corpus cathetoplateum, ſ. compreilum;, einige ‚einen runden, andre einen prismatiichen ‚Körper, Diejer iſt nicht. bey allen auf eine gleiche Art beklei— bet. Wenn die Sinorpelfiihe theild mit Schilder, tyeild mit einer Knochenſchale gepanzert finds fo gibt es dagegen andre, deren ganze Befleidung in einer. nackten, ſchluͤpfrigen Haut beſteht. Die meiften aber haben Schuppen. von. einer ganz eignen Subs ſtanz. Schonihre Anzahl und ihre verſchiedne Größe, je nachdem fie einen Theil des Körpers beveden, ift bewunderungswärdig, und gewiß war es nicht bios Ber Zufall, daß der Karpfen 6000, der Schley 10009, ‚der Zander 20000, und der Hecht 8960 Schuppen erhielt, und Daß ihre Größe und Anzahl eigentlich ‚mit dem Körper in feinen Verhaͤltniſſe ſteht. Man ‚mag aber aufdie Form oder auf die Zufammenfeßung diefer Schuppen, man mag auf ihre Sarben oder | b 2 auf

xx Einleitung.

auf ihren Glanz ſehen: fo verräth ſich auch in diefer Thierclaffe die Natur als eine unerreichbare Künfte lerinn. Auch die flüchtigfte Betrachtung zeigt, wie trefflich fie fit an einander reihen, wie feſt fie ſchlie— Ben, welch ein ſchoͤnes Farbenfpiel, welche liebliche Zeichnungen, welch ein blendender Gold: und Sil- berfchimmer fie zu einem Gegenftande gerechter Ber wunderung machen, Kaum vermag das Auge den Glanz eined von der Somme beleuchteten Haͤrings⸗ zuges zu ertragen, und man glaubt einen Fenerregen zu fehen, wenn recht viele fliegende Fiſche bey Nacht zu gleicher Zeit fih aus dem Meere erheben, und wieder hineinftürzen. Bloß ein gewifjer, uͤber die Schuppen gezogner Firniß bringt den Gold: und Silberſchimmer hervor. Denn fo wie zu den dere golveten Ledertapeten Fein Gold fommt, fondern bloß der über den Silbergrund aufgetragne Firniß diefe fonderhare Verwandlung bewirft ; fo wird auch die rothe Fiſchſchuppe durch ihren Firnigüberzug golden, Zuweilen leuchten die Fiſche bey Nacht. Unfireitig kommt das prächtige Schaufpiel, welches das leuch⸗ tende wie in Flammen ftehende Meer zumeilen dem Seefabrer gibt, vom einer unſaͤglichen Menge Fifche her. Sogar die innern Theile des Fiſches leuchten, und es gibt Fifche, deren Maul wie eine glühende Kohle ausfieyt, Sp wußte die Natur den Gefchöpfen,

die

Einfeitung. xx

die ed bedürfen , in der dunfeln Tiefe der See ein Licht anzuzünden, das Fein Waffer anszulöfchen vermag. ine gewiſſe phosphorescirende, dhlige Materie fcheint der Grund zu ſeyn. Wenigſtens fand Canton in England, da er einen Häring und einen Stocfifch im Seewaſſer liegen ließ, daß dies ſes mit einer dhligen Subſtanz überzogen wurde, und zu leuchten anfieng.

Noch weit größer ald unferm bloßen Auge ers fcheint die Pracht der Schuppen, wenn wir ein Vers größerungeglas zu Hülfe nehmen, Dann entdeden wir z. B. im Schlispchen des Weißfifches ein uner⸗ reichbared Meiſterſtuͤck. Es gleicht einer halben Aufterfchale, hat eine Menge paralelle Zirkellinien vom trefflichften Silberglange und unter ihnen zwey Reihen Ernftalähnlicher Spigen von der höchften Seinheit. Mit diefen fit das Schuͤppchen in der Schleimhaut, indeh der gewoͤlbte Theil wie ein Dach⸗ ziegel über dem folgenden liegt, Hier unter dem Bergrößerungsglafe gleicht die Schuppe des Kauls barfches einem umgekehrten Mayenblümchen mit fieben Spißen; die des Stodbarfches einem ausge⸗ zackten Nofenblatte mit filbernen Franfen; die des Karpfen einem runden Schilde, von deffen vier Fel⸗ dern die untern 24 Linien haben, und wie Seidens zeug glänzen; die des Hechts einem länglichen

b3 Schilde

*

xxii Einleitung. Schilde von Silberſtoff, unten mit zwenblättrigen

Blumen. Alle Jahre waͤchst uͤber der alten Schuppe

eine neue, jo daß man Das Alter eines Fiſches an der Zahl der Lagen, wenn man eine Schuppe durch— ſchneidet, zu erfennen im Stande feyn fol. Diefe Schuppen ſchuͤtzen den Körper, ohne feiner Bieg> ſamkeit zu ſchaden. Durd) ihren Anblick lernte der Menfch die Kunft, ſich mit einem Panzer zu beklei⸗ den, indem er Hiebe austheilen, und ohne Schaden empfangen koͤnnte; bis daß diefe eifernen Kleider, nicht etwa durch Humanität, fondern durd) eine noch größere Kunft, die Menfchen zu morden, und mit Öalpeter und Kohlenftaub in der Ferne nieder: zuſchmettern, verdrängt und überflüßig wurden,

Um diefer Schuppenbekleidung die nöthige Fes ftigfeit zu geben, fondert fih in eignen dazu bes ſtimmten Höhlen ein gewiffer Schleim ab, und erin⸗ nert und an das Dehl, womit die Vögel fi) vor Naͤſſe ſchuͤtzen. Ungemein leicht if die Bewegung der Zifche, und nichts gleicht der vortrefflichen Eins richtung der Werkzeuge, die fie in dieſer Abſicht aus den Händen der mürterlichen Natur erhalten haben, Hiezu dienen ihren ganz vorzuͤglich ihre Floſſen, die aus dünnen, Enschenartigen, Enorpeligen Gräthen beftehen, Eine gemeinfchaftlihe Haut verbindet diefe, und eigne Muskeln feen die Sloffen in Bewer

8 gung:

Einleitung. xxiuit

gung. Sehr verſchieden iſt der Ort, der ihnen am Fiſchkoͤrper angewieſen iſt. Oben, auf der Schaͤrfe des Ruͤckens find die Ruͤckenfloſſen (pinnæ dor- ſales), gleich hinter den Kiemen die Bruſtfloſſen (p. pectorales), unten am Bauche por der After: dffnung die Bauchfloſſen (p. ventrales), hinter ihr die After: pder Steiffloffen (p. anales), am Schwanze aber die Schwanzfloſſe (p. caudalis). Diefe ift ald das Steuerruder zu betrachten, da hin gegen die andern Floſſen Seitenruder find, mit de> nen der Fiſch das Waller, wie ein Schwimmender mit den Händen, entfernt. Immer aber bleibt der Schwanz dad Hauptwerfzeug. Seine Stärke und Schnellkraft ift ungeheuer, Wahre Springfedern entdeckt man bey der Zergliederung in ihm. Sie wirken aud) fo kraͤftig, daß man ſchon Stdhre und Welſe kleine Kaͤhne ſammt den Sifchern umwerfen ſah. Bey einigen Fiſchen find ihre Floſſen in der That fehr zierlich, und man kann fi), da ohnehin Fiſche und Schiffe felbft in der Structur eine Ver: wandtichaft haben, nicht enthalten, dabey an die bunten Flaggen der letern zu gedenken, Wenn die alte Geſchichte von einem Fiſche mit goldnen Zloße federn im Teiche zu Heliopolis, als von einem Wun⸗ ‚der erzählt, fo wird das nur denbefremden, der von den Goldfiſchen nichts weiß, und ſo oft wir die ſchoͤn

Da; geflamm⸗

xxiv Einleitung.

geflammten, hochrothen Floſſen unfrer Forellen, und die auf Silberarund punetirten des Zanders anſehen, fo werden wir auf ein Neues erinnert, wie herrlich die Natur Schoͤnheit und Nußen zu verbindenmwußte, Uebrigens beſitzen nicht alle Fiiche die vorhin genanne ten Floſſen; dem einen fehlt diefe, dem andern jene, mande haben wohl gar keine, und bleiben daher fait immer am Boden, |

Man weiß kaum, ob man mehr über das schnelle Rudern, oder die ausdauernde Kraft des Fiſches erftaunen fol, und e& iſt fehr auffallend, wie das bem erften Anfchein nach unförmliche Stuͤck Fleifch, der Fiſch, faſt fo ſchnell wie ein Vogel einher eilt, Da er Doch einen taufendmal-ftärkern MWiderftand im Waſſer hat, Man beobachte die Kraft, die das Rudern gegen den Strom fordert, und bemerke wie leicht, wie ohne ſichtbare Anſtrengung der ſo gern gegen den Strom ſchwimmende Fiſch dieſes leiſtet, und Schiff und Schiffer beydes zu gleicher Zeit in vorzuͤglichem Grade iſt. Kaum kann das Auge den ſchnellen Bewegungen, zumal junger Fiſche folgen, und es iſt ein hoͤchſt angenehmes Schauſpiel, das man z. B. in Augsburg alle Tage haben kann, wenn man in einem ſehr klaren Waſſer die unglaubliche Behendigkeit ſolcher Fiſche beobachtet, die durch ihre hellen Ferhen ſehr ins Auge fallen. Wie pfeilſchnell

rudern

Einleitung. xxv

yudern nicht die ſchoͤnen, gelbrothen Orfen, in eis nem der Stadtgraben dafelbft herum! Wie find fie nicht bald oben bald unten! ie winden fie fich nicht durch ein Gewuͤhl andrer Fiſche hindurch, ohne einen zu berühren! Wie ruht das Auge Feine Secunde auf einem, als er fich fchon wieder in einer andern Ges gend befindet! Und wie ift keine Spur von Anftren: gung oder Ermädung wahrzunehmen! Auch kann man diefe Faum vermuthen, fobald man weiß, weldje ungeheure Reifen die Fifche in Einem fort machen, So ift ed ausgemacht, daß die von Martinique nach Gibraltar mit dem beften Winde fegelnden Schiffe von Thunfifchen begleitet werden, und daß eben die: jenigen Fifche , die mit den Schiffer: zu gleicher Zeit America verließen, auch mit ihnen in Europa ein- treffen. So fommen die Seeftihe aus entlegnen Meeren um zu laichen indie Mündungen der Flüffe, Wie die Vogel zuweilen ziehen, fo ftellen aud) die Fiſche große Wanderungen an, und fchwimmen ung gleichfam in die Hände, Aus den Seeen fommen dann viele taufende , gerade wenn ſie am fetteften- und beften find, in die fügen Waffer, und es ift fchwer-zu begreifen, wie fie in dem ungeheuren Waſ⸗ ferbehälter die Mündungen der Flüffe fo gut zu treffen wiſſen. Sie fuchen da Schuß vor den fie | BEHRCHE Feinden, fuchen Ruhe zum Laichen, die b 5 ihnen

SE | Einleitung.

ihnen auf dem ftürmifchen Meere nicht zu Theil wird, und verforgen da ihren Rogen fichrer, als fie auf offner See zutbunnicht vermochten. Um im Waſſer leicht bald in. die Höhe, bald in die Tiefe zu fommen, befitzen fehr viele Fiſche eine mit phlogiftifirter Luft gefüllte Schwimmblafe, die durch einen eignen Canal mit dem Schlunde in Verbindung ſteht. Sie allein fchon verdient die größte Bewunderung. Der Fiſch muß es in feiner Willkür haben, fie augens blicklich mit Luft bald mehr bald weniger anzufüllen, oder auch fie auszuleeren, und fid) dadurch bald leichter bald fchwerer zu machen. Ob aber die hiezu noͤthige Luft fich fo ſchnell vom Waſſer fcheide, oder ob er in andern Canaͤlen hinlänglichen Luftvorrath ben ſich führe, ift nicht entfchieden, Einige Fifche haben eine einfache, andre eine gedoppelte Shwimmblafe Diefe füllen fie, fobald fie in vie Höhe fteigen wol: len, und machen fich leichter; preffen aber die Luft heraus, und machen fich ſchwerer, wenn fie in die Ziefe zu gehen Luft haben, Den Plattfiſchen, die am Grunde des Waſſers leben, fehlt fie ganz. Waſſer ift, wie befannt, der Aufenthalt der Sifche, und nur wenige koͤnnen einige Zeit im Trock⸗ nen aushalten, Die raffinirte Grauſamkeit der Wolluͤſtlinge, die dem Naturforfcher ſchon manche Beobachtung und Erfahrung verſchafft hat, wußte rar auch

Finfeitung. xxVI

auch die Fiſche außer ihrem Elemente zu erhalten, Um die Karpfen in England und Holland fett zu machen, hängt man fie auf feuchtem Moos in die freye Luft, und füttert fie mit Brodfrümchen und Milch. In zwey bis z Wochen find fie fett. Das falzige Meerwaſſer, wie die Randfeeen, Flüffe, Quel⸗ len und Teiche, ja ſelbſt die heißen, mineraliſchen Quellen haben ihre eignen Bewohner, und die Ber völferung des Waſſers ift ohne Zweifel größer als die deö Landes, bejonders wenn man auch die Pos Inpen, Snfufions-Thierchen u, d, in Rechnung bringt, . E85 müßte ein außerordentlihes Schaufpiel feyn, einmal das Becken des Meeres ganz ohne Waſſer, und das Gewimmel von Geſchoͤpfen zu ſehen. Oft findet man in Regenpfuͤtzen und in kleinen Teichen, in die nie ein Fiſch geſetzt worden, und die auch keine Verbindung mit ſonſt einem Waſſer haben, Fiſche. Dieß gab zu verſchiedenen Meinungen Veranlaſſung. Einige glaubten, es falle mit dem Regen Fiſchſamen herab; andre ließen den Laich durch wilde Enten hintragen, oder durch einen Windwirbel in die Hoͤhe gehoben werden, und dann niederſinken. Wenn jene Teiche nicht, wie das beym Zirknitzerſee der Fall iſt, auf eine unmerkliche Art mit einem Waſſer in Verbindung ſtehen, ſo muß man dieſe Erſcheinung auf eine der obigen Arten erklären. Sehr viele

in F Sifche

xxviu Einleitung.

Fiſchgattungen find nicht fo an die Flüffe, Teiche gez wiffer Gegenden gebunden, daß man fie nicht auch in andern einheimifch machen koͤnnte. Die Holländer verfesten die fchönen chinefifchen Goldfiſche im ihre Teiche; die Engländer bereicherten ihre. glüdliche Inſul erft am Anfange diefes Jahrhunderts mit den wohlfchmecfenden Karpfen; König Friedrich dererfte von Schweden, befchenkte fein neues Königreich mit der ſchmackhaften Bartgrundel; und unter dem Dies Yen, wodurch Friedrich der zweyte von Preußen fich in feinen Staaten unvergeßlich machte, war auch der durch ihn einheimifch gemachte ruſſiſche Sterliß, - Solche Eroberungen gehören unter die fchönften und unblutigſten; fie bereichern die Staaten, ohne ans dere zu verkleinern, amd in ihnen kann nie, wie in der Eroberung von Provinzen , der Same neuer, blutiger Kriege liegen, die den alten, rechtmäßigen Befig mit dem Neuerworbnen verfchlingen Eonnen,

Die meiften Fiſche find Raubtbiere, die vom Sleifche leben. Daher halten fie fich den Tag über ziemlich ruhig in der Tiefe, und gehen bey Nacht auf Raub aus, Scheinen fie auch gleich äußerlich nicht die bequemſte Einrichtung zu diefem Berufe zu haben fo wußte fie dennoch die Natur hinlaͤnglich dazu aus zuruͤſten. Se nachdem fie große oder kleine Biſſen bedürfen, im Schlamm ihre Nahrung ſuchen,

hi oder

Einleitung. xxix

oder im freyen Waſſer darauf Jagd machen, je nach⸗ dem iſt auch ihr Rachen beichaffen. Mit einem Schwert und einer Säge verfolgen die Schwert: und Sägefiiche ihren Raub, indeß der Eternfeber und der Srojchftich ihre langen Bartfafern als einen Koͤ⸗ der auswerfen, und Heine Wajjerthiere gleichſam angeln, Furchtbar fperrt der Hay feinen zähnevols len Rachen auf, indeß der liſtige Spruͤtzfiſch mit einem Tropfen Waffer das über ihm fliegende In⸗ ſect herabſchießt und erbeutet; und wenn der Roth⸗ fiſch nad) andern Fiſchen gierig jagt und ſchnappt, fo beraubt fie der Zitterrochen erſt durch, ſeine er⸗ fihütternde Kraft, und bemaͤchtigt fich dann ihrer, Einige Fiſche haben ihre eigne ihnen angemwiesne Nahrung, andre verſchlingen alles. Manfolite kaum glauben, daß das Waſſer eine fo veich gefüllte Vor⸗ rathskammer für fo viele Millionen Geſchoͤpfe ſeyn Tönnte, und billig erſtaunt man, in jenen Öegenden, wo die furchtbarfte Kälte allem Leben Stillſtand zu gebieten fcheint, gerade die Fettmaſ⸗ ſen anzutreffen.

Es fehlt den Fiſchen durchaus nicht an * nenwerkzeugen, und manche unter ihnen leiſten ihre Dienſte in einem böbern Grade, als bey uns, Geruch und Gefühl migen bey ihnen von vorzuͤg⸗ licher Schaͤrfe ſeyn, denn dieſes empfindet die leiſeſte | | Bewe⸗

xxx Einleitung.

Bewegung des Waſſers ploͤtzlich, und jener wittert den Köder auf eine ziemliche Entfernung, und ent—⸗ decft gerade das, was zur Nahrung augewieſen ifts Die Neger auf den caraibifchen Inſuln, wiffen durch den Geruch des Stinfholzes, mit Kalk und Aloe vers mifcht, die Fiſche herbeyzulocken, daß ſie ſcharenweiſe kommen, und